Aktuelles
August 2026
.
Ferienfreizeit
diese und weiter zurückliegende Aktivitäten finden Sie unter Rückblick oder beim „Klick“ auf das Bild
Tag des offenen Denkmals – 13. September 2026
In diesem Jahr werden in Horstmar am Tag des offenen Denkmals – 13. September 2026 –vor allem die Burgmannshöfe in den Fokus gerückt, nämlich durch eine Stadtführung und bei einer Fahrradtour entlang der Ritterroute, beide von HORSTMARErleben angeboten, und vor allem durch eine Führung des Merveldter Hofes durch Wolfgang Hölker und durch zwei Führungen durch den Borchorster Hof durch Franz Josef Reuver.
Von den einst acht vorhandenen Burgmannshöfe und dem Drostenhof (Sendenhof) sind immerhin noch vier erhalten, wenn auch aus unterschiedlichen Zeiten: als ältesten der Borchorster Hof (erbaut um 1521), der Münsterhof (erbaut nach 1550), der Merveldter Hof (erbaut ab 1560) und der Valkenhof (erbaut nach 1700).
Der Merveldter Hof wurde ab 1560 von Johan von Merfeldt im Stile der niederländischen Renaissance als Dreiflügel-Anlage erbaut. Der westliche Seitenflügel wurde Anfang des 18. Jh.s abgebrochen, daher ist dort eine verputzte Innenwand zu sehen.
Der verbliebene Seitenflügel und der Ostgiebel zeichnen sich durch sog. „Specklagen“ aus: abwechselnde Lagen von roten Ziegelsteinen und hellgelben Sandsteinen im Mauerwerk. Beachtenswert ist die Zahl von acht Kaminen im Innern, deren Bosen die Wappen der Erbauer zeigen.
Die Anlage ist heute durch fortwährende Umbauten und Veränderungen und durch natürlichen Verfall entstellt. So wurde schon Anfang des 19. Jh.s der Dreistaffelgiebel des östlichen Seitenflügels und das im Bereich der heutigen Eingangstür ursprünglich vorhandene Treppenhaus abgebrochen. Besonders die Nordseite zeigt eindrucksvoll die Änderungslust der Bewohner. Vermauerte und neu eingebrochene Fenster, Reste von einem Erker und von zwei doppelten Abtritterkern nebst den Spuren ihrer Benutzung, abgeschlagene Gesimse und Flickwerk in der Mauer. Und die schon am Boden beginnende Flickstelle auf dem Südgiebel, in der Reste eines Wappens von Valke vermauert sind, zeigen an, dass hier früher ein „Utstich“ (Bodenerker) hervorragte. Zur Straße hin bildet eine Mauer einen großen Innenhof und grenzt die Anlage zur Stadt hin ab.
1823 wurde hier die erste Horstmarer Poststelle eingerichtet – Im Jahre 1984 erwarb ihn der münstersche Verleger Wolfgang Hölker, der ihn sehr substanzschonend restaurierte.
Der Borchorster Hof an der Südwestecke der Stadt wird nach den ersten nachgewiesenen Lehnsinhabern benannt. 1427 wurde Margarethe von Borchorst, die Erbin dieses Lehens, dem Gerd von Morrien auf Nordkirchen, dem Erbmarschall des Fürstbischofs von Münster, zur Frau gegeben. Als der zweitgeborene Enkel des Gerd von Morrien, Dietrich von Morrien, 1521 Anna von Valke, Erbtochter des Falkenhofes in Rheine, heiratete, bekam er das Erbe seiner Großmutter als Mitgift in die Ehe und dürfte kurz nach dieser Hochzeit den Hof neu errichtet haben. Der Hof blieb bis um 1820 im Besitz der Familie von Morrien, später Grüter-Morrien.
Das zweistöckige Herrenhaus hat links vom Tor aus gesehen noch einen zurückspringenden niedrigeren Anbau der direkt mit dem Haupthaus errichtet worden ist. Früher befand sich in südlicher Verlängerung dieses Anbaus und nach Osten senkrecht angefügt noch ein weiterer Anbau, der aber nach dem 2. Weltkrieg abgerissen worden ist. Und auch rechts ist ein jüngerer einstöckiger Flügel zwischen Haupthaus und Nebengebäude gewesen, so dass der gesamte Gebäudekomplex den Eindruck einer Dreiflügelanlage vermittelte. Zur Straße hin finden wir eine hohe Mauer. Den Eingang bilden zwei Steinpfeiler mit Vasen und schmiedeeisernem Tor aus der Zeit um 1800.
Um 1820 kaufte ihn der Fürst zu Salm-Horstmar für seinen Rentmeister als Wohnung und Rentei. Dazu ist er umgebaut worden, wobei statt der Steinkreuzfenster in den Traufenseiten Holzsprossenfenster mit breiten Sandsteingewänden eingebaut wurden. – 1978 kaufte ihn die Stadt und baute ihn für die katholische Pfarrgemeinde zu einem Pfarrzentrum um, das 1983 eingeweiht wurde. 2024 erwarb ihn die Stadt, um es den Vereinen als Bürgerhaus zur Nutzung zu überlassen.
Die 1651/52 gegründete Horstmarer Antoniusbruderschaft errichtet 1706 auf dem Schöppinger Berg am Wendepunkt der Fronleichnamsprozession und der Großen Kreuztracht eine Andachtsstätte, die sie Jahre 1770 durch eine Stationskapelle in Form einer Kluse ersetzte. Sie ist ein kleiner, aus geometrischen Grundformen entwickelter Raum ohne jeden architektonischen Zierrat. An der Eingangsseite befindet sich durch zwei in der Flucht der Seitenwände eingestellte Pfeiler eine kleine Vorhalle.
Ein Vesperbild außen am Chorschluss gehört dem gotischen Spätstil der Zeit um 1500 an – hier steht nur eine Kopie, das Original ist in der Marienkapelle der St. Gertrudis-Kirche aufgestellt.
Der Altar ist aus etlichen, ursprünglich nicht zueinander gehörenden Teilen zusammengesetzt. Die Figur des Hl. Antonius gehört wohl dem auslaufenden Rokoko um 1770 an. Der als barocker Prospekt ausgebildete Altar besitzt eine kräftige Farbfassung. Zusammen mit dem reichlich verwendeten Gold an Profilen, Kapitellen, Feuertöpfen und Säumen ergibt sich ein festlicher Eindruck, der in Gegensatz zur Schlichtheit der Architektur des Kapellchens steht.
Zudem sind die beiden Mühlen am Leerbach und der dazu gehörige Müllerkotten geöffnet als besondere Denkmale der Technikgeschichte mit ihren umfangreichen Sammlungen von landwirtschaftlichen Kleingeräten und Geräten, die früher in Haus und Hof gebraucht wurden. Sie hat der Mühlen- und Heimatverein Leer seit den 1990er Jahren mit viel Eigenleistung und Unterstützung vieler Förderer aufwendig restauriert;
Das Programm im Einzelnen
Führung durch die historische Altstadt
11:00 Uhr ab Brunnen auf dem Kirchplatz
Anmeldung erforderlich
HORSTMARErleben Tel. Tel.: 02558 / 9979481
Mail: info@horstmarerleben.de
Geführte Fahrradtour entlang der Ritterroute
14:00 Uhr ab Brunnen auf dem Kirchplatz
Anmeldung erforderlich
HORSTMARErleben Tel. Tel.: 02558 / 9979481 Mail: info@horstmarerleben.de
Merveldter Hof, Horstmar; Gossenstraße 10;
Führung durch Wolfgang Hölker
Um 11:00 Uhr
Borchorster Hof; HORSTMAR; Südring 2
Führungen durch Franz-Josef Reuver
Um 10:00 Uhr und um 15:00 Uhr
Antonius-Kapelle; Horstmar, Schöppinger Berg an der Landstr. nach Schöppingen
Geöffnet 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Ansprechpartner vor Ort von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Mühlen am Leerbach, Horstmar-Leer, Ostendorf 60 und 62
Schmeddings Doppelmühlen-Anlage, Wennings Wassermühle und dazu gehöriger Müllerkotten
von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet
Führungen nach Bedarf durch Heinrich Wenning







