„Das umfangreiche Programm ist nur machbar, weil sich so viele Menschen für den Verein einsetzen“, erklärte Geschäftsführer Georg Becks, der während der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Horstmar allen Mitstreitern für ihren Einsatz dankte. Er forderte alle auf, sich weiterhin mit Anregungen einzubringen: „Wir wollen kein Schema F liefern, sondern die Wünsche der Mitglieder umsetzen.“

Mit einem lautstarken Pfiff verschaffte sich Sitzungsleiter Paul Jungfermann bei den Horstmarer Heimatfreunden Gehör. Die waren zahlreich zur Jahreshauptversammlung des Heimatvereins im Hotel Restaurant „Holskenbänd“ erschienen und hatten sich schon vor Beginn viel zu erzählen.
„Wenn ich mich hier umschaue sehe ich, dass der Heimatverein sehr lebendig ist und ich mache mir um seine Zukunft keine Sorgen“, meinte Bürgermeister Robert Wenking in seinem Grußwort an die Versammlung. Dabei stellte er den Heimatfreunden kurz die geplante „Kultur-Naturroute“ vor. Die als Rundkurs angelegte Radroute soll an der mittlerweile äußerst beliebten „RadBahn“ starten und enden. Sie führt über Horstmar und Leer, so dass Sehenswürdigkeiten beider Ortsteile einbezogen werden können.
Maßgeblich an der Planung der neuen Route beteiligt ist Professor Dr. Anton Janßen, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins und profunder Kenner der Stadtgeschichte. „Die Kosten des Gesamtprojektes Kultur-Naturroute liegen bei rund 110 000 Euro“, berichtete der Bürgermeister. Wie er angab, wird der Großteil davon aus Fördermitteln finanziert: „Wir erhalten aus dem Leader-Programm des Landes 70 000 Euro“.
Einen Rückblick auf die vielfältigen Aktivitäten des Burgmannsstädter Heimatvereins bot Geschäftsführer Georg Becks in seinem Jahresbericht. Ein Höhepunkt war die feierliche Einweihung des „Postens 46“ an der „RadBahn“ im April 2016. Engagierte Heimatfreunde haben die Schutzhütte nach altem Vorbild in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit wieder errichtet.
Schöne Erinnerungen weckten bei den Besuchern auch die Bilder der Vier-Tages-Fahrt nach Ulm und Augsburg und des Besuches in Warnsveld zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft.
Neben den besonderen Aktionen bietet der Heimatverein allen Interessierten ein breites Spektrum an regelmäßigen Veranstaltungen: Radtouren mit Heinz Schütte und Berni Kölking, botanische Exkursionen mit Arnold Pesch, vogelkundliche Spaziergänge mit Elmar Vill, Natur-Erlebnistage für Kinder im Rahmen des städtischen Ferienprogramms, Einsätze für Gartenliebhaber im Bürgerpark, informative Führungen zum Denkmaltag, „Tag der offenen Gärten“, Krippen- und Osterausstellung und vieles mehr.
„Das umfangreiche Programm nur machbar, weil sich so viele Menschen für den Verein einsetzen. Dafür gebührt allen Dank“, betonte Georg Becks. Er forderte alle auf, sich weiterhin mit Anregungen einzubringen: „Wir wollen kein Schema F liefern, sondern die Wünsche der Mitglieder umsetzen.“
Aktuell hat der Horstmarer Heimatverein 238 Mitglieder, wie Schatzmeister Gerhard Schmüser in seinem Bericht bekannt gab. Die Kassenlage des Vereins sei zufriedenstellend. „Das Spendenaufkommen im abgelaufenen Jahr war erfreulich hoch. Der Bau des Postens 46 konnte zum Großteil über Sponsoren finanziert werden“, so Schmüser.
Die satzungsgemäß vorgeschriebene Neuwahl des Ersten Vorsitzenden entfiel, da sich wie bereits im vergangenen Jahr kein Kandidat für dieses Amt fand. Der Heimatverein wird also weiterhin vom 2016 gewählten vierköpfigen Leitungsteam : Georg Becks, Paul Jungfermann, Gerhard Schmüser und Margareta Schulte geführt.
Im laufenden Jahr können sich die Burgmannsstädter Heimatfreunde wider auf einige besondere Highlights freuen. Vom 9. bis 12. Juni steht die Fahrt nach Hamburg an, für die aber nur noch wenige Plätze frei sind. Spannend wird es im Mai bei der „Krimiführung“ in Münster. Am 18. Juni findet wieder der „Tag der offenen Gärten“ in Horstmar statt.

Text: Regina Schmidt